Laudenbach. Die Weiterentwicklung des Altortes und die dortigen Verkehrsverhältnisse waren die Topthemen am kommunalpolitischen Aschermittwoch der Freien Wähler. 40 Bürgerinnen und Bürger beteiligten sich rege an der Diskussion im Kickers-Sportheim.

Nach dem traditionellen Heringsessen, das von den Köchinnen der FW wieder lecker zubereitet und serviert wurde, erläuterte Bürgermeister Bernd Klein den Sachstand der geplanten Neugestaltung des Quartiers zwischen Maingasse und Gärtnerei. Die dortigen Eigentümer seien bereit, mitzumachen und von Baudirektor Eisentraut vom Amt für ländliche Entwicklung habe er attraktive Zuschüsse in Aussicht gestellt bekommen. Zunächst sei ein Gutachten zur Ermittlung des Verkehrswertes der Grundstücke und Hochbauten notwendig, wozu der Gemeinderat bereits seine Zustimmung gegeben habe. Zur künftigen Bebauung gab es viele Fragen und auch Vorschläge: Sollen Eigentumswohnungen gebaut werden? Ein Mietshaus? Ein behindertengerechtes Seniorenheim? Bleibt die Nepomukkapelle stehen? Ist Raum für eine kleine Kneipe oder Cafe? Klein erklärte, es müsse ein Bebauungsplan erstellt werden und auch die Gemeinde müsse dafür Geld in die Hand nehmen.
Weitere Maßnahmen seien der Bereich Bachgasse mit der Erneuerung der Bachüberbauung sowie ein Haus am Dorfbrunnen. Entgegen früherer Förderbedingungen könnten nun auch private Gebäude als punktuelle Maßnahmen gefördert und vor allem schneller realisiert werden.

Die problematische Verkehrssituation an der Einmündung der Odenwaldstraße in die Obernburger Straße wurde nicht weniger lebhaft diskutiert. Durch das Hinweisschild „Alle Richtungen“ wird der überörtliche Verkehr nach rechts zum Anschluss Laudenbach-Süd zur B 469 gelenkt. Daran halten sich aber vor allem ausländische LKW-Fahrer nicht, die offensichtlich das Hinweisschild nicht lesen können und stur nach ihren Navis fahren, die nicht auf dem neuesten Stand sind. Beim Versuch, nach links abzubiegen, beschädigen sie rechts die Kirchenmauer und links das Eckhaus. Das Staatliche Bauamt will nun durch eine Fahrbahnverengung das Linksabbiegen großer LKWs unmöglich machen. Dazu Vorschläge aus der Versammlung: Ein Zusatzschild (besser: eine Laufschrift) „zur B 469“ (nach rechts) anbringen. Das Hinweisschild „zur B 469“ am Hainhaus im Odenwald entfernen. Die Navi-Betreiber unter Druck setzen, in kürzeren Zeitabständen aktuelle Updates zur Verfügung zu stellen. Die Navis seien schließlich Verkehrsleitsysteme und die hätten auf dem neuesten Stand zu sein. Bei dieser Gelegenheit sollte auch die 30 km-Zone an der Schule bis zur Kreuzung Miltenberger Straße-Dorfstraße-Maingasse verlängert werden. Es ist nicht einzusehen, warum diese 30-Zone 15 Meter vor der problematischen Einmündung der Odenwaldstraße endet.

Im Unterhaltungsteil trat Franz Hain als „Fränkischer Herold“ auf, erklärte den Aschermittwoch zum „Independence Day“ und proklamierte die „Erneuerung der Unabhängigkeitserklärung von 1966“ der FREIEN WÄHLER Laudenbach. Augenzwinkernd, aber klar und unmissverständlich, verkündete er, dass die FW bereits seit mehr als 53 Jahren die „wahren unabhängigen und parteifreien Wähler“ seien. Inzwischen hätten sich andere „des Plagiats schuldig gemacht“ und sollten dafür „auf dem Dorfplatze am Pranger stehen“.

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