Am 18. Februar 2026 fand im Kickers Sportheim der Politische Aschermittwoch der Freien Wähler Laudenbach statt. Rund fünfzig Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde und geladene Gäste waren der Einladung gefolgt. Zu Beginn wurde traditionell der Heringssalat und in diesem Jahr auch Käsebrot serviert, bevor der offizielle Teil der Veranstaltung begann.
Die Begrüßung übernahm Bernd Klein, der gemeinsam mit dem Landtagsabgeordneten Thomas Zöller (2.v.l.), dem stellvertretenden Landrat Bernd Schötterl (4.v.l.) sowie dem Landratskandidaten Michael Schüssler (5.v.l.) in den Abend führte. Unter den Anwesenden befanden sich außerdem zahlreiche Kreistagskandidaten, darunter Katharina Klotz (2.v.r.), Nina Vogel (3.v.r.), Michael Grundmann (1.v.l.) und Thomas Schneider (1.v.r). Besonders erfreulich war die Anwesenheit der vielen politischen Gäste im Wahljahr.
Der erste Vorsitzende Andreas Löffler musste sich urlaubsbedingt entschuldigen, während Altbürgermeister Alfred Zenger sowie die Kandidatinnen und Kandidaten für dieGemeinderatswahl herzlich begrüßt wurden.
Thomas Zöller machte zunächst „die Bühne warm“. Er dankte allen Gemeinderatskandidatinnen und -kandidaten für ihre Bereitschaft, auf der Liste der Freien Wähler anzutreten. Als Patienten- und Pflegebeauftragter betonte er die Bedeutung einer funktionierenden Gesundheitsversorgung auf dem Land und sprach sich für ein verstärktes Quartiersmanagement für Pflegeangebote vor Ort aus. Zudem plädierte er dafür, das Ehrenamt zu stärken – jedoch ohne zu große Einflussnahme der Landesregierung.
Im Anschluss ergriff Bernd Schötterl das Wort. Er zeigte sich begeistert über die gelungene Veranstaltung und übernahm gerne die Vertretung für den Landrat, da ihm die Arbeit im Landkreis sehr am Herzen liegt. Schötterl betonte, wie wichtig es sei, dass die Freien Wähler im Landratsamt vertreten sind, um ihre Werte – Unabhängigkeit und Bürgernähe – in politischen Entscheidungen zu verwirklichen. Er stellte zudem den Landratskandidaten Michael Schüssler vor, den er als bodenständig, verlässlich und tatkräftig beschrieb – jemanden, der sich erst informiert, bevor er handelt, und der zu seinem Wort steht.
Anschließend sprach Michael Schüssler selbst. Der Bürgermeister aus Leidersbach berichtete von seiner langjährigen Bekanntschaft und guten Zusammenarbeit mit Bernd Klein. In seiner Rede hob er hervor, dass er mehr Verantwortung und Gestaltungsspielraum an die Kommunen vor Ort übergeben möchte, da diese am besten wüssten, was gebraucht werde. Die Berufsschulen seien für die regionale Bildung unverzichtbar, und Fördergelder sollten gezielter den Gemeinden zugutekommen – insbesondere in der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Senioren. Schüssler betonte die Überparteilichkeit der Freien Wähler: Politik solle aus der Basis entstehen, „von unten nach oben“, unabhängig und frei von Parteizwängen.
Im Anschluss wurden die Kandidatinnen und Kandidaten für den Gemeinderat vorgestellt. Einige – darunter Andreas Löffler, Gerald Pötzl, Marion Renz, Alexander Neugebauer und Bastian Ringlstetter – waren aufgrund von Urlaub oder Krankheit entschuldigt.
Den Anfang machte Barbara Funke, die für mehr Miteinander und Zusammenhalt in der Gemeinde plädierte und die Jugendarbeit wieder vorantreiben möchte.
Dieter Stahl betonte seine Motivation, sich nach 17 Jahren weiterhin aktiv einzubringen und den Ort zu unterstützen.
Christian Wagner hob hervor, dass er reflektierte Entscheidungen treffen wolle, stets mit Blick auf das Wohl der Bürgerinnen und Bürger – inspiriert durch seinen Sohn, damit Laudenbach ein schöner Ort für Kinder und Jugendliche bleibt.
Michael Amendt, der zum dritten Mal kandidiert, berichtete, dass er sich als „Zugezogener“ in Laudenbach heimisch fühle. Seine Motivation seien seine Kinder und sein Wunsch, faire und verantwortungsvolle Entscheidungen für die Gemeinschaft zu treffen. Er kümmert sich zudem um die Website und die Wahlwerbung der Freien Wähler.
Mathias Klein, leidenschaftlicher Fußballer, bezeichnete die Vereinsgemeinschaft als großen Motivationsfaktor und will Teil eines starken, engagierten Gemeinderatsteams sein.
Stefan Herkert, „Laudenbacher durch und durch“, möchte von den erfahrenen Mitgliedern lernen und seine Gemeinde tatkräftig unterstützen.
Tobias Nau schließlich erzählte, dass er sich nach dem Hausbau und der Familiengründung in Laudenbach angekommen fühlt und nun dazu beitragen möchte, neue Ideen umzusetzen und das Leben im Ort aktiv zu gestalten.
Zum Abschluss beschrieb Bernd Klein die wichtigsten Ziele und Aufgaben des neuen Gemeinderats. Dazu zählen der Neubau des Hochbehälters, die Erleichterung der Seniorenarbeit durch Nutzung der alten Schulräume, sowie der Erhalt des Grundschulstandorts Kleinheubach, den das Schulamt und die Schulleitung als pädagogisch beste Lösung ansehen.
Zudem steht der Neubau des Bauhofs auf der Agenda, um die Leistungsfähigkeit und Eigenständigkeit der Gemeinde zu sichern.
Dann kam der emotionale Moment des Abends: Der langjährige Kommunalpolitiker Bernd Klein kündigte an, nach 50 Jahren in der lokalen Politik aufzuhören – 36 Jahre im Gemeinderat, davon sechs Jahre als zweiter Bürgermeister und zwölf Jahre als erster Bürgermeister. In seiner bewegenden Abschiedsrede blickte er auf eine Zeit voller Erfahrungen, Herausforderungen, Glücksmomente und auch schwieriger Phasen zurück. Sein Handeln sei stets von Unabhängigkeit, Sachbezogenheit und Bürgernähe geprägt gewesen. Manches Mal sei es im Sitzungssaal hitzig zugegangen, doch am Ende habe man sich bei einem Glas Bier in der Gaststätte wieder zusammengerauft.
Er bedankte sich für die jahrzehntelange uneingeschränkte Unterstützung und für den zahlreichen Besuch.
Zum Schluss appellierte Bernd Klein an die Freien Wähler, auch künftig den Grundsätzen treu zu bleiben, die sie auszeichnen: unabhängige, sachbezogene und bürgernahe Politik für die Bürger in Laudenbach zu machen.



